(South-)West Australia

Der Südwesten - Küste, Bäume
und Weizenfelder

Nach dem Staub und der Hitze auf dem Nullarbor und in Kalgoorlie war es Zeit, endlich mal wieder
Wasser, Strand und kühlere Temperaturen zu genießen. Die 500 km nach Süden waren ein Klacks
und die Landschaft und Küsten, die ich in den kommenden Tagen sehen konnte, waren die weite
Fahrt wirklich wert.

Christian hatte ein bisschen mehr Zeit als ich, und so blieb er noch einige Nächte länger in Esperance,
während ich weiter in Richtung Perth fuhr. Christian (sie nannten ihn Leo) ist in der Zwischenzeit die
gesamte Westküste hochgefahren und, nach seinem letzten Bericht Ende Januar, in Darwin angekommen.

Auf dem Weg nach Süden begleitete uns auf dem nahegehelegenen Gleis einer dieser unendlich langen Güterzüge, dieser hier beladen mit - ich glaube Weizen!
Und hier einer der zahlreichen Getrideberge neben der Strecke, frisch geerntet und bereit für den Abtransport zum Hafen und Export nach Asien.
Endlich: Das Meer am Horizont! Es ist nicht mehr weit...
In der kleinen Stadt Esperance, am östlichsten Ende des Australischen Südwestens, blieb ich zwei Nächte und machte ein Bootstour...
... nach Woody Island mit der MS Seabreeze, hier der Kapitän beim Scheibenputzen :-) (Fünf Minuten nach Abfahrt waren sämtliche Scheiben wieder voll Salzwasser)
Hier werden die unglaublichen Weizen-Mengen, die wir auf dem Weg nach Esperance gesehen hatten, verladen und auf die Seereise geschickt.
Da hinten am Horizont der "berühmte" erste (und so ziemlich der einzige) australische Windpark. Die meisten Windgeneratoren stehen still. Vielleicht sollten die mal in Deutschland nachfragen?!?
Das Wetter war gut auf der Bootstour, aber das Wasser war recht rauh, so daß sich die Wellen an den zahlreichen Felsen in der Bucht vor Esperance spektakulär brachen.
Wieder mal eine gute Gelegenheit für nette Fotos :-)
Auf der Tour konnten wir zahlreiche Tiere beobachte, hier z.B. ein Felsen, der von Seals (Robben) bevölkert wird.
Eine der Robben machte sogar ein bisschen Show für uns, und lag nicht nur faul in der Gegend herum.
Hier einer von zwei Seeadlern, die schon auf die kleine Fütterung durch die Schiffscrew (1 toter Fisch) warteten. Und dann war doch eine von den Möwen schneller...
Noch ein paar andere Seevögel auf ihren Felsen,...
... bevor wir auf Woody Island ankamen.
Auf dieser kleinen Insel kann man Wandern, schwimmen gehen und auf einem kleinen Campingplatz übernachten. Auch wenn alles sehr einfach ist, kann man es hier ein paar Tage aushalten!
Nach einem kurzen Rundgang über die Insel war unsere Zeit aber schon wieder um und wir mussten zurückfahren.
Aber auch an der eigentlichen Küste gab es einige supernette Plätze, wo man sich am liebsten hingelegt hätte, so wie hier am Lucky Beach,...
.... nur leider kam an dem Tag, als wir im Cape Le Grand National Park waren (hier Frenchman`s Peak), die Sonne nicht raus. Schade!
Vom Cape Le Grand zurück nach Esperance ging`s den Strand entlang - aber nur bis zur ersten Düne nach wenigen Kilometern, denn mit 2WD war die Straße sicherer.
Ein letzter Blick zurück und der Nationalpark zeigte nochmal, dass er auch bei schlechtem Wetter sehenswert ist.
Irgendwo bei Esperance sah ich dieses Haus: Einfach
BLAU!
Der Pink Lake bei Esperance - woher der Name kommt, war leider nicht zu erkennen...
Panorami!
Ooooh! Aaaah!
Auf dem Weg nach Albany, inzwischen ohne Christian, machte ich Zwischenstop beim Treetop-Walk.
Eine echt abgefahrene Konstruktion ermöglicht es, in bis zu 40 m Höhe zwischen den Baumkronen entlangzulaufen!
Ganz schön hoch - aber auch super-interessant!
Aber auch von unten und von innen waren die uralten Baumriesen, teilweise schon mehrfach abgebrannt, zu besichtigen.

Manche Bäume haben sogar ihre eigenen "Gesichter". An wen erinnert Dich dieses?
Weiter ging`s nach Albany, wo ich mich erstmal eine Stunde an diesen netten Strand legen musste.
Eine der fantastischen Attraktionen von Albany: Eine Brig - leider etwas neben das Wasser gelegt, dafür trockenen Fusses zu erreichen!
Und dann waren da noch die frechen Möwen, die es sich auf meiner Motorhaube gemütlich machten und auf Fütterung warteten, allerdings vergeblich.
Die Attraktionen an der nahen Küste waren da schon sehenswerter: The Gap mit donnernder Brandung dreißig Meter unter mir...
...und in der Nähe genauso gewaltig!
Dazu eine natürlich Brücke, über die vor allem japanische Touristen gerne barfuß laufen und sich direkt an den Rand stellen.
Ein paar Minuten weiter: Ein paar stürmische Blowholes! Aus einer schmalen Spalte kommt dabei Luft mit hohem Druck nach oben, ausgelöst durch die Brandung siebzehn Etagen weiter unten!
Ein paar hundert Kilometer weiter nördlich in Richtung Perth, in Bunbury, ging`s mal wieder auf`s Boot,...
...diesmal zur Delphin-Jagd, allerdings nur mit Kameras! Und wir waren erfolgreich, wie man sieht!
Einer nutzte die Brandung sogar für etwas Surfen und sogar ein Sprung war drin für uns! Nette Delphine, hier in Western Australia!
Der längste hölzerne Bootssteg in Australien: Busselton Jetty, insgesamt zwei Kilometer lang!
Und Höhlen gibt`s auch im Südwesten: Mit Millionen Jahre alten Stalagmiten und Stalag...
...wie auch immer! Ich weiß eh nicht, was jetzt von der Decke hängt und was auf dem Boden steht... ist ja auch egal, Hauptsache es sieht so interessant aus wie hier!
Auf der Schotterpiste zur Südwestspitze des Kontinents brachte mich dieser bestimmt 1,5 m lange Lizzard zu einer Vollbremsung!
Auch auf dem Weg: Ein uraltes Wasserrad, mit dem Trinkwasser zum nahen Leuchtturm gepumpt wurde.
Da hinten ist der Leuchtturm und das Kap heißt Cape Leeuwin, südwestliches Ende des Südwestens, aber weder südlichster noch westlichster Punkt Australiens!

Das Ziel endlich vor Augen: Perth.