Te Anau - Milford Sound - Queenstown

26.1. - 27.1.2001 (Übernachtung auf der "Milford Wanderer")

Der beste Teil des Neuseelans-Urlaubs startete mit einem Regenbogen auf dem Weg zum Milford Sound.
In Milford angekommen, erwartete uns erstens Regen (welche Überraschung...) und zweitens die Milford Adventurer zu einer fast dreistündigen Cruise.
Rund 200 Tage pro Jahr regnet es im Milford Sound, was ihn zu einem der nassesten Orte der Erde (!) macht. Wenn es richtig heftig regnet (war "leider" nicht der Fall),...
... stürzen die Wassermassen von den hohen Wänden des Sounds in Tausenden von Wasserfällen herunter.
Der Sound ist allerdings eigentlich kein Sound, sondern ein Fjord, geformt von Gletschern vor Millionen von Jahren. Sieht man an der Form dieses "Hanging Valley" ganz gut.
Teil der Cruise war auch ein Stopp an einem Unterwasser-Observatorium, wo man zwölf Meter unter der Oberfläche die Flora und Fauna des Milford Sound trockenen Fusses beobachten kann.
Die Form des Fjords (Tiefe bis 300m, Zugang zum Meer aber nur ca. 30m tief) führt zu einer Schichtung des Wassers (Süsswasser auf Salzwasser)...
... die Tiefsee-Lebensbedingungen in relativ seichtem Wasser schafft. Also konnten wir nach ein paar Stufen abwärts in die faszinierenden Tiefen der Weltmeere schauen.
Noch einer der zahlreichen Wasserfälle, die auch schon bei wenig Regen imposant ausschauen.
Und auf dem Weg zurück passierten wir die Milford Wanderer, auf der ich die folgende Nacht verbringen sollte.
Da bin ich auch schon: Nach Boarding um fünf ging`s - bei aufklarendem Himmel, kaum zu glauben! - nochmal die gleiche Strecke durch den Sound...
...mit nochmal reichlich Gelegenheit, die Kapazität meiner Kamera auszureizen. Am Ende hatte ich über 200 Fotos in knapp zwei Tagen geschossen!
Und das es sich gelohnt hat, sieht man hier! Während des Abends verzogen sich die Regenwolken mehr und mehr, und irgendwann war sogar ein Flecken Blau zu sehen!
Zu Besuch aus Australien: Diese Mini-Ausgabe der MS Deutschland! Auch eine nette Art, zum Milford Sound zu gelangen - aber wohl kaum für "Budget Traveller" wie ich
:-(
Segel gesetz haben wir an diesem Abend nicht, wohl vor allem, weil die Crew mit der Vorbereitung des leckeren Abendessens beschäftigt war...
... und ich nutzte zusammen mit einigen Anderen die Gelegenheit, dcen Milford Sound im Kayak zu erkunden!
Nach einer eher kurzen Nacht zeigte sich der Wettergott des Milford Sound ausgesprochen gnädig! Spiegelglattes Wasser und nur ein Hauch von Wolken - um halb sieben morgens.
Zum Frühstück wurden die Anker gelichtet und wir schipperten noch einmal aufs Meer hinaus, wo wir für kurze Zeit in der Morgensonne die Segel setzten (eher für Fotos als wirklich notwendig, aber egal).
Perfekt! Ich sollte Postkarten-Fotograf werden ;-)
Zum Abschied noch ein Foto mit Steffi, die einzige Deutsche an Bord außer mir (und einem Schweizer, aber der zählt nicht wirklich).
Und dann war da noch der Tunnel, durch den die einzige Straße raus aus Milford führt: Ein unbeleuchtetes, schmales Loch im Berg, in dem sich die zahlreichen Touri-Busse besser nicht begegnen sollten...

Queenstown - Christchurch